Neuer wissenschaftlicher Nachweis: Hörgeräte fördern geistige Fitness bei Schwerhörigkeit

Einmal mehr konnte nachgewiesen werden, dass geistige Fitness und Hörgerätenutzung zusammenhängen. Wissenschaftler der Universität Manchester werteten Daten von rund 165.000 Hörtestabsolventen aus.

Mit der Studie von Dr. Piers Dawes sollte überprüft werden, welchen Einfluss Hörgeräte auf die Gedächtnisleistung haben und ob die Folgen von unbehandelter Schwerhörigkeit, wie soziale Isolation und Depressionen dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Es wurden Daten der UK Biobank von 164.770 Hörtestabsolventen im Alter von 40 bis 69 Jahren ausgewertet. Ergebnis: Hörgerätenutzung und geistige Fitness hängen direkt zusammen. Die Folgesymptome von Schwerhörigkeit wirken zwar nachteilig auf die psychische Gesundheit, haben aber keinen direkten Einfluss auf Gedächtnis und Denkvermögen. 

Die britischen Forscher betonen, dass nachlassender Gedächtnisleistung nur mit Hörgeräten entgegengewirkt werden kann, da die Schwerhörigkeit die unmittelbare Ursache ist. Sie gehen außerdem davon aus, dass Menschen die geistig fit sind, eher Hörgeräte nutzen, um ihre Lebensqualität zu erhalten. Um sicher herauszufinden, wie es um das eigene Gehör bestellt ist, empfehlen Hörexperten aus Audiologie und Hörakustik vorsorgliche regelmäßige Hörtests bei einem Partnerakustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören: www.fgh-info.de

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