Sprache wird gesprochen und muss gehört werden, damit verstanden wird. Das intakte Gehör ist im Freguenzbereich der menschlichen Stimme und des gesprochenen Wortes am leistungsfähigsten. Denn hier kommt es vielfach auf Zwischentöne und Nuancen an.
Die Sprache selbst besteht aus den stimmhaften Vokalen und den eher tonlosen Konsonanten, die in höheren Frequenzen gehört werden. Wichtig ist es daher, in den Bereichen zwischen 2.000 und 4.000 Hertz gut zu hören. Dann kann das menschliche Gehör leicht solche Laute wie B, F und M unterscheiden, die beispielsweise den Worten Butter, Futter und Mutter ihre Bedeutung geben. Gelingt das nicht, weil das Gehör in diesen Bereichen nur noch eingeschränkt funktioniert, muss das Gehörte aus dem Zusammenhang entschlüsselt werden. Das ist nicht immer einfach, denn auch die übrigen Worte des Sprachschatzes bestehen überwiegend aus Konsonanten.
Erschwert wird das Sprachverstehen überdies durch Nebengeräusche, die das Gesprochene überlagern können und die Verständigung zusätzlich beeinträchtigen. Am weitesten verbreitet ist die Hochton-Schwerhörigkeit, die genau zu diesen Verständigungsschwierigkeiten führt. Da die Betroffenen ihr Hörempfinden weiterhin als normal empfinden, registrieren sie das schlechtere Verstehen zunächst kaum und versuchen, sich daran zu gewöhnen.
Hörexperten empfehlen in diesen Fällen die frühzeitige Anpassung von Hörsystemen, um die Gewöhnung an das schlechte Hören zu verhindern und die Lebensqualität durch gutes Verstehen zu erhalten.

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